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Löschen früher und heute

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Die Einsatzarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Holzgerlingen in den letzten 150 Jahren

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Am vergangenen Samstagabend konnten sich zahlreiche Besucher in der Friedhofstraße ein Bild über den Wandel der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in den letzten 150 Jahren machen. Kommandant Albrecht Schmid moderierte die in drei Epochen gegliederte Schauübung.

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Zu Beginn machte der aufmerksame Nachtwächter seinen Rundgang und bemerkte einen Brand im Heimatmuseum. Er rannte zum Hornisten der Feuerwehr und der alarmierte mit seinem Horn die Mannschaft der Feuerwehr.  In leichtem Trab mit einem klapprigen Hydrantenwagen erschien die erste Gruppe der Feuerwehr am Brandplatz. Schnell wurde von Hand der undichte Schlauch abgerollt und der Gruppenleiter verschwand – ohne Atemschutz – im verrauchten Heimatmuseum um sich ein Bild von der Lage zu machen.

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Zwei Verletzte konnten an das Rote Kreuz übergeben werden, die diese auf einem schubkarrenähnlichen Krankenwagen abtransportierten.

Als es wenige Augenblicke später unter dem Dach des Heimatmuseums rauchte, wurde die Feuerwehr aus den 70-iger Jahren mit einer sehr lauten Sirene alarmiert. Die Gruppe kam mit einem Löschfahrzeug und Anhängeleiter.

Der Gruppenführer erkundete die Lage im Museum und gab dann den Befehl, die Leiter auszufahren. Diese musste unter großer Anstrengung von Hand ausgekurbelt werden. Jetzt – inzwischen mit Atemschutz ausgerüstet - stiegen zwei Feuerwehrleute die sehr wacklige Leiter hinauf in den 3. Stock. Oben angekommen, konnten zwei Personen über die Leiter gerettet werden. Inzwischen wurde ein Scheinwerfer zur Beleuchtung mühsam auf einem Stativ montiert und die Wasserversorgung konnte bereitgestellt werden.

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Kommandant Albrecht Schmid hat dann seine Kollegen - wie heutzutage üblich - per Notruf alarmiert. Kurz darauf kommt das HLF 20/16, ein hochmodernes Löschfahrzeug der Holzgerlinger Feuerwehr, zum Einsatz. Die Mannschaft verließ  das Fahrzeug bereits mit komplett angelegtem Atemschutz und baute den Löschangriff auf. Binnen kürzester Zeit wurde zusätzlich der Wasserwerfer (1.200 l/sek.) aufgebaut und der Scheinwerfer ausgefahren.

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War eine Lösch- und Rettungsaktion vor 150 Jahren noch eine schleppende Angelegenheit wird heute in kürzester Zeit eine solche Lösch- und Rettungsaktion durchgeführt.
Die große Einsatzbereitschaft der Holzgerlinger Wehr, die für die Sicherheit der Bevölkerung eintritt, verdient einmal mehr großen Respekt und Anerkennung!

(Bilder J. Schülke, Bericht C. Nasdal-Offner)

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